Liebe Patienten,

an den Vorjahresimpfzahlen in unserer Praxis orientiert, haben wir für die Grippesaison 2021/22 Impfstoff bestellt. Hiervon ist bislang erst ein Teil eingetroffen. Wir erwarten aber in den kommenden Wochen die restlichen Dosen.

Die jährliche Influenzawelle hat in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende begonnen. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen (RKI Stand 7.9.21).

Nach wie vor ist in unserer Praxis keine Impfung ohne Termin möglich!

Termine bitten wir online über unsere Homepage zu buchen, um unsere Telefonleitungen zu entlasten.

Wenn Sie über 60 Jahre alt sind, werden Sie mit dem von der STIKO und uns empfohlenen und nur für diese Altersgruppe zugelassenen Hochdosis-Impfstoff Efluelda geimpft.

Der Hochdosis-Impfstoff hat bei älteren Personen eine signifikant erhöhte Wirksamkeit im Vergleich zu den Nicht-Hochdosis-Impfstoffen. 

Für die Indikationsimpfung von unter 60-Jährigen steht der ab einem Alter von 6 Monaten zugelassene Vierfach-Impfstoff Influvac tetra zur Verfügung. Folgender Personenkreis zählt zu den Berechtigten:

  • alle Schwangeren ab 2. Trimenon (bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon)
  • Personen ab 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten oder Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten
  • Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion oder HIV-Infektion
  • Bewohner in Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können 
  • Berufliche Indikation:
    • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, z. B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr (Einzelhandel, Schul- und Kitabeschäftigte) sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können. Auch Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln.

Wünschen Sie eine Impfung, gehören aber keiner der genannten Gruppen an, können Sie sich natürlich auch impfen lassen. Sofern nichts anderes vereinbart ist, stellen wir Ihnen ein Privatrezept aus, damit Sie den Impfstoff vorab besorgen können. Nach erfolgter Impfung erhalten Sie von uns zusätzlich eine Rechnung über die Impfung. Die meisten Krankenkassen erstatten Ihnen die Kosten nach Einreichen der Rechnung.

Sogenannte Satzungsleistungen für gesunde unter 60-Jährige (Kassenrezept auf Ihren Namen und direkte Abrechnung der Impfkosten mit der zuständigen Krankenkasse) werden momentan von den Krankenkassen nicht angeboten.

Privat krankenversicherte Patienten brauchen den Impfstoff nicht zu besorgen, wir stellen Ihnen die Impfung als Sachkosten in Rechnung. Sollten unsere Vorräte aufgebraucht sein, setzten wir uns mit Ihnen in Verbindung.

Wenn Sie mit dem für Ihre Altersgruppe empfohlenen Impfstoff einverstanden sind, so brauchen Sie nur noch an Ihrem Termin zu erscheinen. Lesen Sie sich bitte vorab die anhängende Aufklärung durch. Erhalten wir von Ihnen keine Rückmeldung, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Sollten noch offene Fragen bestehen, ist eine telefonische Klärung vor Ihrem Impftermin erforderlich.

Sollten Sie in den letzten 6 Jahren nicht gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) geimpft worden sein, so haben Sie an Ihrem Termin die Gelegenheit, dies gleichzeitig zu tun.

Um den Fluss der Impfsprechstunde nicht zu stören, benötigen wir hierfür vorab Ihre Rückmeldung. Bei Onlineterminen können Sie diese bequem im Rahmen der Terminbuchung geben, indem Sie beim Punkt „Ich möchte folgendes besprechen…“ PNEUMOKOKKEN eingeben.

Grundsätzlich dokumentieren wir die Grippeschutzimpfung nicht in Ihrem Impfausweis, sondern in unserer Praxis EDV. Sollten Sie eine Dokumentation wünschen, so ist dies grundsätzlich kein Problem, wird aber aus Zeitgründen nicht während der Impfsprechstunde möglich sein.

Unser Ziel ist es, Sie bestmöglich zu versorgen. Hierfür benötigen wir vor allem Zeit. Leider geht diese im kassenärztlichen Bereich zunehmend durch bürokratische Anforderungen verloren. Wenn Sie auch zukünftig wie gewohnt versorgt werden möchten, empfehlen wir die Teilnahme an einem Hausarztvertrag. Gerne können Sie sich während Ihres Impftermins einschreiben.

Grundidee dieses Vertrages ist es, dass der Hausarzt zentraler Ansprechpartner bei allen Gesundheitsfragen ist.

Konkret heißt das: Bei allen Beschwerden sind wir Ihr erster Ansprechpartner. Wir entscheiden gemeinsam, über die nächsten Behandlungsschritte und ob eine Überweisung zu FachkollegInnen erforderlich ist. Ausgenommen sind natürlich regelmäßige Überweisungen aufgrund einer chronischen Erkrankung für die eine Überweisung wie gewohnt angefordert werden kann. Für PrimärärztInnen (Augenheilkunde, Gynäkologie, Zahnheilkunde) und im Notfall ist natürlich keine Überweisung erforderlich.

Das Hausarztprogramm ermöglicht eine intensivere Versorgung und mehr Service wie z.B.:

  • Telefonische Beratung und Krankschreibung bei leichten Erkrankungen (bei gesetzlich Versicherten im Rahmen der Pandemie sonst nur noch bis Ende 2021 möglich)
  • Erweitertes Sprechstundenangebot für Berufstätige
  • Umfassende Vorsorgeleistungen (Gesundheitsuntersuchung für gesetzlich Versicherte umfasst lediglich eine körperliche Untersuchung und die Bestimmung von Blutzucker und Cholesterin)
  • Mehr Zeit für Ihre Behandlung (durch Bürokratieabbau haben wir mehr Zeit für Ihre Betreuung)
  • Besondere Versorgungsqualität durch höhere Anforderungen an Arzt und Praxis (Hausarztmedizin auf dem neuesten Stand, mit einer technisch hochwertig ausgestatteten Praxis und einer erweiterten Fortbildungspflicht)